Wallfahrt nach Marienheide 2013

 

Die Vögel sangen früh morgens ihre ersten Lieder, die Sonne bahnte sich ihren Weg durch das frische Grün der Bäume und Sträucher. Kaum ein Mensch war um diese Zeit unterwegs, nur eine kleine Gruppe von knapp 20 Frauen, Männer und Kinder hatten sich auf den Weg von Kierspe nach Marienheide gemacht. Ihr Weg führte über die Osemundstraße, den Ort Lingese, an der Lingesetalsperre entlang bis nach Marienheide zur Wallfahrtskirche. 

 

Einmal im Jahr lädt unsere ihre Gemeindemitglieder zu einer Wallfahrt nach Marienheide ein, immer Anfang Juni, so wie dieses Mal auch. Wallfahren bedeutet zu wandern, umherzuziehen oder auch zu reisen – und das an einen Ort, wo der Mensch Hilfe, Stärkung und Gottverbundenheit erleben kann. Auf dem Weg nach Marienheide wurde nicht nur gewandert, auch vier Stationen legten die Wallfahrer ein, die erste noch in der Josefskirche. An diesen vier Stationen sangen und beteten sie und besannen sich auf ihren Glauben.   

 

Schon lange ist Marienheide ein Wallfahrtsort. Ein wundertätiges Marienbild war der Grund dafür, warum er es wurde. Der Geschichte nach lebte 1420 auf der Ansiedlung Bockelsburg, die den Namen Auf der Heyde trug, ein frommer Mann mit dem Namen Heinrich. Ihm soll die Mutter Gottes in Gestalt eines kleinen Bildes erschienen sein. Sie hatte ihm aufgetragen, sich nach Köln zu begeben, um ein ähnliches Bild für 30 Silberlinge zu kaufen. Damit war der Anfang der Wallfahrten gemacht.

 

Von Nah und Fern kamen die Gläubigen nun, um die Mutter Gottes in Krankheit und Not um Fürsprache anzurufen. Seit 1820 beginnt die moderne Wallfahrtsgeschichte der katholischen Kirchengemeinde Marienheide. Seither findet zum Patronatsfest am 2. Juli, Mariä Heimsuchung, der Beginn des Pilgeroktavs mit einem Festgottesdienst statt. Mindestens 4000 Pilger reisen jährlich nach Marienheide, um die Mutter Gottes um Hilfe zu bitten. Auch heute noch liegt in der Kirche ein Bittbuch,in dem die Wallfahrer ihre Bitten an die Mutter Gottes hineinschreiben können. Andere Wallfahrer zündeten eine Kerze vor dem Marienaltar an und begleiteten diese Geste mit Wünschen und Bitten an die Mutter Gottes.

 

  Der Abschluss aller Wallfahrer und auch der aus Kierspe mit dem Auto angereisten Gläubigen ist am Ende des Vormittages immer ein gemeinsames Mittagessen im Kreuzgang der Wallfahrtskirche, bei dem es auch dieses Mal wieder heiß dampfende Erbsensuppe reichlich für alle gab. – GeG

 

 

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