Fronleichnamsprozession in unserer Gemeinde

Ein langer Zug mit 150 Gläubigen wand sich Fronleichnam aus unserer Kirche St. Josef. Vorne an waren die Messdiener mit ihren Fahnen, gefolgt von der Gemeinde. Daran schloss ein Tragehimmel an, unter dem Pastor Gregor Myrda das Allerheiligste durch Kierspes Straßen trug. Kommunionkinder, die Stadtkapelle sowie ein weiterer Teil der Gemeinde folgten dem Allerheiligsten. 

 Acht Männer aus dem Kirchenvorstand und Gemeinderat wechselten sich am Donnerstag mit dem Tragen des Tragehimmels ab. Die Gleichberechtigung von Mann und Frau hat in Kierspe bei diesem Dienst noch keinen Einzug gehalten. 2005 startete Karin Fetting den Versuch, hierbei mitzumachen, was große Proteste in der Gemeinde auslöste. Das ist bis heute so geblieben.

  Schlicht waren die Altäre am Rathaus und im St.-Hedwigs-Weg. Mit vielen Blumen geschmückt hingegen der Altar in der Kirche St. Josef. An ihnen beteten die Katholiken und empfingen von Pastor Gregor Myrda ihren Segen.

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Was ist Fronleichnam?????

Fronleichnam ist für die Katholiken das Hochfest des Leibes und des Blutes Christi und wird seit 1246 in der katholischen Kirche gefeiert.

  Die Entstehung des Festes geht auf die Nonne Juliana von Lüttich zurück. 1209 sah sie in einer Vision den Mond mit einem dunklen Fleck. In weiteren Visionen wurde der Mond als das Kirchenjahr gedeutet und der Fleck als das Fehlen eines eigenen eucharistischen Festes. Dadurch angeregt, führte Bischof Robert von Lüttich 1246 das Fronleichnamsfest in seiner Diözese ein. Papst Urban IV., der zuvor Erzdiakon in Lüttich war, ordnete es 1264 für die ganze Kirche an. Noch im 13. Jahrhundert wurde in Prozessionen am Fronleichnamstag die verwandelte Hostie mitgeführt. Besonders zu Zeiten der Gegenreformation wurde daraus eine prunkvolle Demonstration des katholischen Glaubens – mitunter nicht ohne aggressive Züge gegenüber dem Protestantismus. Die Zeiten haben sich geändert. Heute ist eine Fronleichnamsprozession keineswegs eine Demonstration „gegen jemand“, sondern wird als ein Bekenntnis zum Glauben gesehen.

  Ihren besonderen Charakter erhielt Fronleichnam durch die Prozession, die schon 1279 durch Köln zog. Gerade die Prozession versinnbildlicht gelebtes Christentum. Zum Ende des Osterfestkreises symbolisiert sie den christlichen Lebensvollzug, das gläubige „Wallen“, das Ziehen durch die Zeit, dem ewigen Vater entgegen. In Gestalt der geweihten Hostie wird Christus selbst durch Stadt, Flur und Wald geführt. Der immer gegenwärtige Gott wird sichtbar, er verlässt das Allerheiligste, die Kirche und durchzieht das dem Allerheiligsten Vorgelagerte. Zu diesem Zweck entstand die Monstranz, in die die Hostie eingesteckt wird. Auch der Baldachin, der Tragehimmel, ursprünglich ein Herrschaftszeichen der Monarchen, wurde für kultische Zwecke übernommen. Getragen wird der Baldachin traditionsgemäß von geachteten Bürgern der Gemeinde. 

  Nicht nur für Fußgänger gibt es die Fronleichnamsprozession. Am Chiemsee und auf dem Staffelsee bei Murnau sowie in Köln gibt es zu Fronleichnam Schiffsprozessionen. Oft gestalten die Gläubigen entlang des Weges der Prozession auch wunderschöne Blumenbilder. So auch in Attendorn. Schon am frühen Morgen beginnen die Altarbauer mit dem Aufbau der Altäre und gestalten die Blumenbilder, die christliche Motive darstellen.

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