Konzert des Frauenchores Capella Femina am 15. Juni 2014

„Ich hätt getanzt...“ hieß es am Sonntagnachmittag in unserer Kirche. Und so beschwingt wie der Titel des Konzertes war, so gestaltete sich der Nachmittag mit dem Frauenchor Capella Femina, dem Männerchor Kierspe 1899/1900 sowie Roman Jusipey am Knopfakkordeon. 

  Schon der Altarraum war ungewöhnlich gestaltet. Links und rechts zwei Bildwände, auf der die Sängerinnen des gastgebenden Chores in Bettlakengröße Bilder passend zu den Liedern gemalt hatten. Ein Tisch mit Blumen, Sektgläsern und Geschenken befand sich mitten in dem Altarraum und an ihm saßen drei Geburtstagsgäste. Eine Geschichte wurde nun durch das ganze Konzert hindurch erzählt und gespielt. Anlass war der Geburtstag der Dirigentin Sofia Wawerla, der einen Tag später stattfand. Die Frauen des Chores Capella Femina fragten ihre Dirigentin: „Wie feierst du deinen Geburtstag und wen hast du alles eingeladen?“ Erleben konnte sie es fortan, als die Solisten als Geburtstagsgäste auftraten, Sofia Wawerla gratulierten und ihr kleine Geschenke überbrachten. Mal war es eine Rose, überreicht von Dieter Waldhelm und mal viele Komplimente, dargebracht von den Männern des Männerchores. „Cats“ hieß das erste Lied, welches Capella Femina anstimmte. Flucks setzten sich alle Frauen einen Haarreif mit Katzenohren auf und schon war das Ambiente perfekt. Dieter Waldhelm sang aus Anatevka „Wenn ich einmal reich wär’“ und malte sich aus, was er Sofia Wawerla alles bieten würde, wenn es so wäre. Roman Jusipey kam mit einem besonderen Instrument zur Geburtstagsgesellschaft. Er spielte ein Knopfakkordeon und ließ seine Finger über die vielen Knöpfe so gezielt fliegen, dass aus ihm ein phantastisches Medley aus dem Musical „Phantom der Oper“ zu hören war. „Schau was die Liebe ändern kann“ versprach der Männerchor Kierspe und spielte auf die Macht der Liebe an. Auch aus den Reihen des Chores Capella Femina gab es drei Soli zu hören. Alexandra Hedfeld sang aus Starlight Express „Hilf mir verstehn“, Anke Büchel sang aus Westside Story „I feel Pretty“ und Veronika Lisov aus Les Misérable „On my own“ und bekamen großen Applaus von den 200 Besuchern dieses Streifzuges durch Musical und Operette. „Ach die Weiber“ des Kiersper Männerchores kamen bei den Zuhörern gut an. Auch dieses Mal ließ das Publikum sich verleiten, zu früh zu applaudieren, ehe die letzten „Weiber“ besungen worden waren. Roman Jusipey spielte auf seinem Knopfakkordeon ein Stück aus der Oper „Die Hochzeit des Figaro“ und der Frauenchor folgte ihm mit „Der ewige Kreis“ aus dem Musical „König der Löwen“, bevor das Konzert zu seinem Höhepunkt und Ende kam. „Sister Act“ stand als letztes Lied auf dem Programm. Die Sängerinnen des Frauenchores Capella Femina zauberten alle eine Nonnenhaube herbei, setzten sie auf und sangen temperamentvoll ein Medley dieses bekannten Musicals. Groß war der Beifall der Besucher und Capella Femina wiederholte dieses letzte Stück als Zugabe.

  Diese Art von Konzert, eingebettet in eine Geschichte, hatten die Kiersper Musikfreunde noch nicht oft erlebt. „Das hat mir sehr gut gefallen“, war daher von vielen Besuchern beim Verlassen der Kirche zu hören und es war offensichtlich, dass noch sehr viel Zuhörer mehr so dachten. - GeG 

 

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