St. Josef

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Seit über 50 Jahren im Dienst des Glaubens

 

Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Josef ist ein Kirchengebäude am Glockenweg 4 in Kierspe im Märkischen Kreis in Nordrhein-Westfalen.


1957/1958 wurden mit Hilfe der Muttergemeinde Meinerzhagen, der Amtsverwaltung Kierspe und des Entgegenkommens von Dr. med. Hans Wernscheid die Tausch- und Kaufverträge zum Erwerb des 5000 Quadratmeter großen Kirchbaugrundstückes Thingslindestraße (später umgewidmet in Glockenweg) abgeschlossen. Ursprünglich war ein Grundstück an der Heerstraße vorgesehen, das sich jedoch als zu klein erwies.

 

Noch während des Zweiten Weltkrieges stand auf dem Grundstück Thingslindestraße ein Zwangsarbeiterlager, das Lager Ebenstück. Für 16 Kiersper Firmen arbeiteten die hier rund 500 lebenden Menschen, von denen 16 während ihres Aufenthaltes starben und auf dem Zwangsarbeiterfriedhof beerdigt sind. Zu sehen ist dieses beachtenswerte Bauwerk, die Kirche St. Josef, bei einer Fahrt über die Hauptstraße der Stadt, der Friedrich-Ebert-Straße, nur kaum. Leider ist es inzwischen verdeckt durch ein gesichtsloses Einkaufszentrum.

 

Der Baukomplex steht über einem rechteckigen Grundriss, in der Disposition eines Atriumhauses. Das Gebäude wurde von 1959 bis 1961 nach Plänen des Architekten und Bildhausers Gottfried Böhm errichtet.

Seit dem 11. Mai 2004 steht die Kirche unter laufender Nummer 59 der Denkmalliste für Bodendenkmäler der Stadt Kierspe (Stand: 23. April 2013) unter Denkmalschutz. Das umlaufende, ursprünglich aus Beton gegossene Traufband, wurde 2002 ummantelt. Die Mauern sind aus verputztem Backstein hochgezogen. Aus dem Komplex treten der Chor und der aufragende Turm heraus. Sie sind durch ornamentale Fensterbänder aus Tuff akzentuiert. Ein Zugang befindet sich in der westlichen Außenmauer. In der Nische darüber steht eine Tuff-Figur des Hl. Joseph mit dem Jesuskind. Das Atrium mit einem Brunnen wird von der Sakristei und dem Pfarrhaus flankiert. Der Eingang zum flachgedeckten, niedrigen Kirchensaal erfolgt durch den runden Turm. Der überhöhte Chor mit 3/8 Schluss ist mit einem sechsseitigen Zeltdach als Altarhaus eingestellt. Als Chorschranken dienen gusseiserne Säulen. Die nach Entwürfen von Robert Rexhausen gefertigten Farbfenster sind im Westen raumhoch und wirken nach Außen durch eine Goldbeschichtung kostbar. In den südlichen Fenstern sind die Passion und das Weltgericht dargestellt, das nördliche Fenster zeigt das apokalyptische Lamm. Die Gesamtkonzeption von Ausstattung und Bau wírkt eindrucksvoll wie ein Spiel positiver und negativer Grundformen und glatter Flächen mit den stark gegliederten Fensterwänden.

 

Die Formensprache der Kirche stammt aus dem Orient. Der Architekt Gottfried Böhm hatte als Vorlage das Buch der geheimen Offenbarung genommen und nach seinem Text die Kirche gestaltet. So ist der Innenraum viereckig und stellt die vier Himmelsrichtungen und die irdischen Räume dar, während die himmlischen Räume acht- oder zwölfeckig sind. Bilder waren von Anfang an in dieser Kirche nicht vorgesehen. Das Kreuz über dem Altar gab es nicht, als die Kirche gebaut wurde. Auch stand der Altar damals noch etwas weiter vorne und den sakralen Raum trennte eine Schranke mit Kommunionbank vom restlichen Gebäude.

Der Tabernakel, der früher im Altarraum stand, steht jetzt im Raum rechts neben dem Altar und hat eine Haus- oder Zeltform und wiederholt die Gestaltung des Altarraumes. Dort wo er jetzt steht, war früher ein Josefs-Altar gedacht.

 

771.000 Deutsche Mark kostete der Neubau der Kirche St. Josef 1961, doch schon 1977/1978 stand für die Kirche die erste große Renovierung an. Die Glockenstube musste renoviert werden und mit einer innen liegenden Holzverkleidung wetterfest gemacht. Ein neues Dach wurde ebenfalls fällig, da es durch es durchregnete. Umweltverschmutzungen und Witterungseinflüsse machten die Schäden an der Pfarrkirche unübersehbar. Im Frühjahr 1994 wies der Beton des Kirchturmes Risse auf. Am 25. Mai 1994 wurde ein Gerüst aufgestellt und die Arbeiten in Angriff genommen. Die Armierungseisen waren offen und über ihnen war der Beton abgeplatzt. Die beschädigten Stellen wurden gänzlich offen gelegt, die Eisen heraus gestemmt und mit Sandstrahl gesäubert und neu einbetoniert. Während der Arbeiten stellte sich heraus, dass der Turm innen morsch war und die Tuff-Steine auf dem Dach beschädigt. Sie wurden in ihren ursprünglichen Zustand versetzt.

Die Steine waren beim Bau versiegelt worden, so dass in der Substanz Schäden entstehen konnten. 1994 wurden sie schariert, das heißt, bis auf die Grundsubstanz abgestemmt. Das war eine reine Knochenarbeit, da alles von Hand gemacht werden musste. 200.000 Deutsche Mark hatte die Renovierung 1994 gekostet.

 

2012/2013 stehen wieder Renovierungsarbeiten an, bisher sind sie auf rund 460.000 Euro veranschlagt worden. Als erstes wird die Fassade im Innenhof instand gesetzt werden, da sich in ihr waagerechte Risse gebildet haben. Bei der Gelegenheit wird der Dachrand, die sogenannte Attika, erneuert. Sie besteht jetzt aus asbesthaltigen Zementplatten. Der neue Putz wird dem Ursprungsputz näher kommen als der alte Putz. Der jetzige Kratzputz ist sehr grob, der Erstputz war viel feiner. Ist die Fassade der Kirche erst einmal wieder in Ordnung gebracht, wird die Bleiverglasung im Chorraum instand gesetzt. Sie wird außen eine Schutzverglasung erhalten, zudem noch einen abgrenzenden Zaun, der die Fenster ebenfalls schützen soll.

Das Maßwerk im Chorraum selbst weist hingegen nur minimale Schäden auf, die in diesem Zusammenhang ebenfalls beseitigt werden. Eine Rampe für Rollstuhlfahrer am Haupteingang, eine Überarbeitung der Pflasterbelege im Innenhof sowie die Beseitigung der Wassereintritte in die Dachflächen der Pfarrhauswohnung und der Sakristei stehen auch noch auf dem Arbeitsplan der Handwerker. Bis zum Sommer 2013 dürften die Arbeiten erledigt sein.

 

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