Ökumenischer Kreuzweg

„Du gehst mit uns“ war das Thema, welches der ökumenische Arbeitskreis dem ökumenischen Kreuzweg gegeben hatte. Zum dritten Mal war der Beginn des ökumenischen Kreuzweges an der Margarethenkirche und der Weg führte die fast 30 Teilnehmer von dort über drei Stationen zu dem Gemeindehaus St. Josef. Doch bevor die Gemeinschaft ihren Weg aufnahm, feierten sie in der Margarethenkirche eine kleine Andacht. „Laut der Hilfsorganisation „Offene Tür" sind derzeit weltweit 100 Millionen Christen Benachteiligungen und Verfolgungen ausgesetzt“, erklärte Hermann Reyher von der evangelischen Gemeinde. „Doch auch unter Terrorregimen müssen Menschen leiden.“ Aber die Menschen leiden auch unter Einsamkeit, Schmerzen, Depressionen, Arbeitslosigkeit und Gewalterfahrungen, erinnerte Reyher.

  Nach dieser kleinen Andacht übernahm Wolfgang Rittinghaus von der Freien evangelischen Gemeinde das große Kreuz und trug es aus der Kirche die Friedrich-Ebert-Straße entlang, bis zum ehemaligen GWK-Gelände. „Ich möchte den Blick auf die Firmen lenken, die hier einmal waren“, so Gisela Paulick. „Es sind die Firmen Reppel & Vollmann, die Firma Dolin, Plate & Förster und GWK. Ich kann nicht beurteilen, wie viele Arbeitsplätze hier verloren gingen und wie viele neu angesiedelt wurden. Doch hinter jeder Firmenschließung stehen Menschenschicksale.“ Mit Martin Klamm von der katholischen Gemeinde als Kreuzträger ging die Gruppe bis zum „Nordpol“. Hier erinnerte Wolfgang Rittinghaus an die Grenze zwischen Dorf und Bahnhof, die vor 50 Jahren zwischen diesen beiden Stadtteilen lief. „Viele Asylbewerber sind 2015 nach Deutschland gekommen, das beunruhigt viele von uns.“ Wir sehen das Chaos des unkontrollierten Hereinströmens in unser Land, in dem es für alles Regeln und Gesetze gibt. „Die Exekutive ist manchmal schon beschämend hilflos, das macht uns Angst, nicht nur den Pegida- oder den AfD-Anhängern. Uns in eine rechte Ecke zu drängen, erzeugt bei uns Wut und Enttäuschung.“ Dennoch gibt es bei uns eine Willkommenskultur. Das unterscheidet uns heute wohltuend von dem Deutschland früherer Jahre. Am Rewe: XL-Markt ging Ulrich Jatzkowski von der katholischen Gemeinde hier auf den Konsum ein. „Ich will mir nicht anmaßen zu wissen, wie Jesus über den Konsum in unserer heutigen Gesellschaft gedacht hätte“, so Jatzkowski. Er rief dabei auf, darüber nachzudenken, dass wir vielfach zu viel kaufen und dazu noch richtig billig. Doch wer bezahlt den Preis dafür? Wieviel Regenwald wurde für unser Rindersteak gerodet? Wieviel Kinderarbeit steckt in billiger Schokolade? „Die österliche Bußzeit gibt uns die Chance, uns klar darüber zu werden, was unser Leben ausmacht, welche ‚Schätze‘ wir sammeln wollen.....“

    Die letzte Station war das katholischen Gemeindehaus am Glockenweg. Hier war schon für die Agapefeier ein langer Tisch festlich gedeckt. Brot, Wein, Oliven, Weintrauben und Käse standen für die Christen bereit, damit sie, wie in der frühen Kirche, die Agape feiern konnten. Agape ist ein Synonym für die Eucharistie. Hierbei brachten die ersten Christen Lebensmittel und Wein mit, die gesegnet und dann gemeinsam verzehrt wurden. Die Aufgabe des Segnen und Teilens übernahm Donnerstagabend Ulrich Jatzkowski von der katholischen Gemeinde. Er brach das gesegnete Brot und verteilte es unter die Anwesenden, die alsdann noch eine Weile zusammen saßen und ihre ökumenischen Kontakte pflegten. – GeG 

 

 

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