Ehrenamtstag am 12. Oktober 2013

Die einen sind in der Gemeinde St. Josef Kommunionhelfer, andere engagieren sich im Gemeinderat und wieder andere sind Katecheten der Kommunionkinder oder der Firmlinge. Eines haben sie jedoch gemeinsam, sie sind ehrenamtlich in der Gemeinde St. Josef tätig. 98 freiwillige Helfer standen beim Zusammentragen der Namen auf der Liste und all diese wurden von der Gemeinde zu einem Ehrenamtstag eingeladen, der am Samstag nach Köln zum Flughafen und nach Bergisch-Gladbach-Schildgen gehen sollte, wo die Schwesterkirche der Kirche St. Josef steht.

57 Ehrenamtliche meldeten sich spontan zu dieser Fahrt an, die am Samstagmorgen begann. Nach einer kurzen Andacht in der Kirche fuhren sie mit dem Bus zum Flughafen nach Köln-Bonn. Hier war für 12:30 Uhr eine Führung durch das Flughafengelände geplant. Ausgestattet mit Besucherausweisen, die den Namen des Teilnehmers trugen, machten sich die Kiersper in zwei Gruppen auf dem Weg. Bevor sie jedoch den Bus besteigen konnten, hatten sie erst einmal eine Gepäck- und Personenkontrolle zu durchlaufen, so, als würden sie ein Flugzeug besteigen. Mit dem Bus starteten sie zu einer Rundfahrt über das Flughafengelände und erhielten von Führern reichlich Informationen. Frank Kaiser vom Köln-Bonner Flughafen, einer der beiden Begleiter, war vor seiner Tätigkeit als sachkundiger Begleiter von Besuchergruppen selbst Starfighterpilot. So geprägt waren auch seine Informationen. Begeistert zeigte er das größte Triebwerk der Welt, welches 1000 Kubikmeter Luft pro Sekunde ansaugt und die doppelte Leistung bringt, wie die Titanic als Motorkraft. Er stellte sich mit seinen 1,88 Metern Größe vor das Triebwerk, um dessen Dimension von 3,50 Metern sichtbar zu machen. Insgesamt 13.300 Menschen arbeiten im Flughafen. Darunter zählen die Beamten der Bundespolizei, des Zolls, 2300 Beschäftigte von UPS sowie die Beamten der eigenen Feuerwehr. Viel zu schnell war die Rundfahrt auf dem Flughafengelände vorüber und für die Volmetaler ging die Fahrt weiter nach Bergisch-Gladbach-Schildgen.

Nur ein halbes Jahr vor der Weihe von St. Josef im Mai 1961 wurde die Kirche Herz Jesu in Bergisch-Gladbach-Schildgen geweiht. Auch sie hat der Architekt Dr. Gottfried Böhm erbaut und die Gemeinsamkeiten beider Kirchen sind unverkennbar. Die als Tempel von Jerusalem gewählte Architektur ist mit einer hohen Mauer umgeben, durch die der Besucher nur durch ein Eisentor gehen oder in den sogenannten Vorhof der Heiden blicken kann. Ilse Bracktendorf aus der Herz Jesu-Gemeinde beschrieb den Kierspern mit viel Liebe zum Detail ihre Kirche. Ein kleiner Innenhof gilt als das Paradies, da hier Ruhe herrscht und der Besucher sich auf einer Bank an einem kleinen Wasserteich erholen kann. Die Fenster in der Kirche wurden von Robert Rexhausen entworfen, wie auch die Fenster in der Kirche St. Josef. Vieles kam den Kiersper bekannt vor, doch nicht alles. Nach der Besichtigung blieben die Ehrenamtlichen noch im Gotteshaus zur Feier eines gemeinsamen Gottesdienstes, den die Chorifeen musikalischen gestalteten und der Liturgiekreis inhaltlich. Kalt ist es vielen Kierspern in der Schwesterkirche geworden, da sie nicht geheizt war. Froh, wieder im warmen Bus zu sitzen, fuhren sie nun nach Rönsahl in die historische Brennerei, wo der gesellige und gemütliche Teil des Abends begann. Ein warm-kaltes Büffet stand schon für die Gäste bereit und auch der Zapfhahn des guten Rönsahler Landbieres lief wie geschmiert. Ein Busshuttle brachte die Ehrenamtlichen am Ende des Tages nach Hause, der für sie abwechslungs- und erlebnisreich war. - GeG 

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