Ein bewegendes Konzert zum Jahresabschluss mit Maria Hartel und Frank Düppenbecker

30. Dezember 2018

 

"Lassen sie bei Musik unsere Seele zur Ruhe kommen", lud Pastor Gregor Myrda die Konzertbesucher ein

„Lassen Sie bei Musik unsere Seele zur Ruhe kommen“, lud Pastor Gregor Myrda am Sonntagabend die gut 120 Frauen und Männer des Konzertes zum Jahresausklang in der Kirche St. Josef ein. Diese Einladung sollte für viele Gäste in Erfüllung gehen. 

 

Zum dritten Mal gaben unsere Kirchenmusikerin Maria Hartel und ihr langjähriger Musikgefährte Frank Düppenbecker ein Konzert zum Jahresabschluss

Es war das dritte Mal, dass die Kirchenmusikerin Maria Hartel und ihr langjähriger Musikgefährte Frank Düppenbecker zu einem Konzert zum Jahresausklang eingeladen haben.

 

Fast hätte es nicht geklappt, Maria Hartel biss am Vortag ein Hund in die rechte Hand

Doch fast hätte es in diesem Jahr nicht geklappt, denn am Tag vor dem Konzert biss Maria Hartel ein Hund in die rechte Hand. Nun kam sie mit dick verbundener Hand zum Konzert und schaffte es, die Töne auf der Orgel nicht nur tanzen, sondern auch schwermütig, bedächtig und melancholisch erklingen zu lassen, ohne dass viel von ihrer Beeinträchtigung zu merken gewesen wäre.

 

Das Publikum erwartete eine besondere Musikauswahl

Enttäuscht wurde das Publikum auch mit der Musikauswahl nicht. Gleich das erste Stück berührte die Seele der Zuhörer. Fröhlich hüpften die Töne der Piccolotrompete durch die Kirche, als das Präludium des Te Deums von Marc-Antoine Charpentier erklang, allen bekannt als die Eurovisionsmelodie. Ruhiger wurde es im Anschluss. Maria Hartel spielte auf der Orgel „Vom Himmel hoch“ in drei Variationen. Die erste war von Max Reger, welcher die bekannteste geschrieben hatte und die in vielen Kirchen gesungen wird. Johann Pachelbel hatte die zweite Variation komponiert und Johann Sebastian Bach die dritte, welche die Bandbreite der Orgel ausschöpfte.

 

Das ungewöhnlichste Stück in diesem Konzert war jedoch eines von Philip Telemann

Das ungewöhnlichste Stück in diesem Konzert war jedoch eines von Philip Telemann. Geschrieben hatte er es in C-Moll, eine Tonart, die nicht nur für Trompeten ungewöhnlich, sondern zudem sehr schwer zu spielen ist. „Diese Tonart zu spielen fühlt sich an, wie gegen den Strich gebürstet“, versuchte Frank Düppenbecker das Händling zu erklären. Mit dem Flügelhorn nahm Frank Düppenbecker diese Herausforderung an, um die vier Sätze des Werkes in unterschiedlichen Tempi zu spielen. 

 

Auch zeitgenössische Komponisten wurden gespielt, wie Leonard Bernstein

Doch nicht nur Komponisten aus dem Mittelalter oder Barock waren zu hören. Mit Leonard Bernstein, einem amerikanischen und jüdischen Komponisten, bekam das Publikum die musikalische Bandbreite eines Mannes unserer Zeit zu hören. So spielten Maria Hartel und Frank Düppenbecker zuerst einen Ausschnitt aus einem Musiktheaterstück, einer katholischen Messe, bei dem einiges außer Kontrolle gerät. Unterbrochen wird diese Messe durch tiefe Lebens- und Glaubenskrisen des Priesters und seiner Gemeindemitglieder. Eine Auftragsarbeit von Jaqueline Kennedy war diese Messe an Leonard Bernsteins.

 

Mit der wunderschönen Komposition Cantabile des Belgiers Jacques-Nicolas Lemmens entführte Maria Hartel an der Orgel in das Sekundenglück des vorletzten Tages des alten Jahres

Mit der wunderschönen Komposition Cantabile des Belgiers Jacques-Nicolas Lemmens entführte Maria Hartel an der Orgel in das Sekundenglück des vorletzten Tages des alten Jahres. Wer bis jetzt nicht in die gefühlten Höhen der Musik angekommen war, der schaffte es mit dieser lebensfrohen Weise. Mit „Tonight“ von Bernstein endete das Programm. 

 

Auch Ende 2019 wird es wieder ein Konzert zum Jahresabschluss geben

Groß war der Beifall des Publikums. Zwei Zugaben spielten die Musiker dann noch. „Joy to the world“ und „Festive Trumpet Tune“ von David German.

Es war ein beindruckender und emotionaler Abend in einer akustisch wunderbaren Kirche. Der Termin für das nächste Jahresausklangskonzert steht bereits fest. Es ist der 30. Dezember 2019, voraussichtlich um 18 Uhr. 

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